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Hernienchirurgie AKTUELL: Was ist möglich? Muss jeder Bruch operiert werden? Wann minimal-invasiv oder offen operieren?

Brüche, im Fachjargon Hernien genannt, sind Lücken in der Bauchdecke denen verschiedene Ursachen zugrunde liegen können. Besteht ein solcher „Bruch" kommt es zum Austritt von Gewebsanteilen oder der Ausstülpung von Baucheingeweide, was Betroffene als Fremdkörper erleben und besonders unter körperlicher Aktivität und Belastung schmerzhaft ist.

Die Muskulatur der Bauchwand zeichnet sich zum einen durch passive Stabilität aus, soll aber gleichzeitig aktiv die dynamische Beweglichkeit sicherstellen. Diese Doppelfunktion muss bei der modernen operativen Rekonstruktion der Bauchwand berücksichtigt werden, um den Betroffenen volle Funktionalität und uneingeschränkte Belastbarkeit wieder zu ermöglichen. Die Anwendung der minimal-invasiven oder offenen Operationstechnik erfolgt dabei individuell und in Abhängigkeit von Größe sowie Lokalisation des Bruches, ob kleiner Leistenbruch oder größerer Narbenbruch.

In der Abteilung für Allgemein-, Viszeral- und minimal-invasive Chirurgie des Herz-Jesu-Krankenhauses Fulda werden jährlich über 600 Bruchoperationen durchgeführt, davon über rund 50 % in minimal-invasiver Operationstechnik. Die Schlüssellochchirurgie ist ein schonendes Verfahren und bietet zahlreiche Vorteile für den Patienten: weniger Schmerzen, schnellere Belastbarkeit sowie insgesamt einen kürzeren Krankenhausaufenthalt als nach einer offenen Operation.

Die Betroffene fragen sich häufig, ob ein solcher Bruch operiert werden muss beziehungsweise, was mittels Hernienchirurgie in der heutigen Zeit realisierbar ist. Über die verschiedenen Ursachen und Merkmale von Leisten-, Nabel- und Narbenbrüchen sowie die aktuellsten Erkenntnisse der ambulanten als auch stationärer Hernienchirurgie referiert Dr. med. Christian Berkhoff, Chefarzt der Abteilung für Allgemein-, Viszeral- und minimal-invasive Chirurgie am Mittwoch, 13. März 2019 um 17:00 Uhr im Foyer des Herz-Jesu-Krankenhauses Fulda.


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