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Bewegungserhaltende Eingriffe an der Wirbelsäule zur Behandlung chronifizierter Rückenschmerzen: Möglichkeiten und Grenzen

Das Auftreten degenerativer Wirbelsäulenveränderungen kann zu schmerzhaften Bewegungseinschränkungen führen. Ursächlich hierfür sind meist Veränderungen der Bandscheiben, der Wirbelgelenke oder Instabilitäten von Bewegungssegmenten. Bei Letzterem ist insbesondere ein Gleitwirbel der Schmerzgenerator, da in diesem Fall stabilisierende Strukturen der Wirbelsäule wie Bänder und Gelenke überlastet werden.

Dennoch kann in den meisten Situationen eine konservative Therapie Linderung schaffen, insbesondere ein konsequentes muskuläres Training zum Aufbau einer „muskulären Säule". Sind diese Behandlungen jedoch erfolglos geblieben, ist ein operatives Vorgehen zu diskutieren. Die Fokussierung auf die Ursache der Beschwerden spielt daher die entscheidende Rolle und muss im Rahmen einer teils aufwändigen Stufendiagnostik evaluiert werden.

Liegt beispielsweise eine Degeneration der Bandscheibe vor, wird die Teilentfernung der Bandscheibe etwa bei Vorliegen eines Bandscheibenvorfalls eher eine Verschlechterung ergeben. Dies erklärt die häufig beschriebenen schlechten Ergebnisse von Bandscheibenoperationen in Bezug auf Rückenschmerzen.

Auf Basis der aktuellen wissenschaftlichen Daten ist mittlerweile international anerkannt, dass in diesen Fällen eine ursächliche Therapie wesentlich effektiver ist. In vielen Fällen ist hierfür jedoch nicht mehr eine Stabilisierung der betroffenen Segmente („Versteifungsoperation") erforderlich. Vielmehr kann durch moderne Operationstechniken eine bewegungserhaltende Operation durch Einsetzen künstlicher Bandscheiben sowie anderer beweglicher Implantate erfolgen.

In der Informationsveranstaltung am Mittwoch, 17. Januar 2018 um 19:00 Uhr im Foyer des Herz-Jesu-Krankenhauses Fulda, erläutert Dr. med. Bernd Hölper (Wirbelsäulenzentrum Fulda │Main│Kinzig) die Ursachen der Rückenbeschwerden, die konservativen Behandlungen sowie die Möglichkeiten und Grenzen der operativen Therapien.

Alle Interessierten sind zu dieser kostenfreien Veranstaltung herzlich willkommen.

 


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