Herz-Jesu-Krankenhaus gGmbH
© 2020 Herz-Jesu-Krankenhaus gGmbH
Buttlarstrasse 74, 36039 Fulda
Tel.: (0661) 15 - 0, Fax: (0661) 15 - 5383
info@herz-jesu-krankenhaus.de

Gesundheitsecke I Hotline:Rebellion beim Essen: Hilfe bei Reflux, Sodbrennen, Zwerchfellbruch

Als Sodbrennen bezeichnet man ein aufsteigendes brennendes und stechendes Schmerzempfinden hinter dem Brustbein. Auslöser kann zum Beispiel sogenannter Reflux sein, das heißt Rückfluss von Magensäure aus dem Magen in die Speiseröhre. Die Beschwerden können spontan auftreten, am häufigsten aber treten sie nach dem Essen auf, wenn der Magen gefüllt ist.

Gelegentliches Sodbrennen nach größeren Mahlzeiten ist in den meisten Fällen nicht gefährlich. Bei beständigem Sodbrennen sollte allerdings immer zunächst eine Umstellung der Lebensweise erfolgen, die auf verschiedene Nahrungs- und Genussmittel, aber auch auf die Reduktion von Übergewicht abzielt. Oft findet sich ein Zwerchfellbruch als Grund, der zur Veränderung der Anatomie und somit zu einer mechanischen Schwächung der natürlichen Anti-Refluxbarriere zwischen Speiseröhre und Magen führt.

Ist eine Umstellung der Lebensweise nicht erfolgreich oder treten stärkere Beschwerden auf, ist eine detaillierte Abklärung erforderlich. Als Basisdiagnostik ist die endoskopische Abklärung mittels Magenspiegelung angezeigt. Bei gelegentlichen Refluxbeschwerden reicht eine kurzzeitige Behandlung mit Säureblockern, um Beschwerdefreiheit zu erzielen. In ausgewählten Fällen kann die Basisdiagnostik durch weitere Maßnahmen ergänzt werden, hierzu zählen insbesondere die bekannte pH-Metrie (Säuremessung in der Speiseröhre) und die Manometrie (Druckmessung in der Speiseröhre als auch am Übergang von Speiseröhre und Magen). Mit diesen Zusatzuntersuchungen kann ein Reflux gegebenenfalls noch gezielter diagnostiziert werden.

Eine Operation ist erst in Erwägung zu ziehen, wenn die medikamentöse Therapie initial zwar geholfen hatte, aber eine ständige Dosiserhöhung der Medikamente erforderlich wird, wenn die Medikamente nicht vertragen werden oder eine Dauerbehandlung vermieden werden sollte. Bei bestimmten Formen des Zwerchfellbruches ist grundsätzlich eine Operationsindikation gegeben. Ziel der Operation ist die Wiederherstellung der Anatomie an Zwerchfell und Speiseröhrenübergang, wobei der Eingriff laparoskopisch in minimal invasiver Technik erfolgt. Ob überhaupt eine Operation angezeigt ist und welche Technik in Frage kommt, muss aber an vorliegenden Befunden individuell mit den Betroffenen besprochen werden.

Die umfassende Diagnostik sowie Therapie wird im Herz-Jesu-Krankenhaus Fulda von der Abteilung für Innere Medizin, Gastroenterologie sowie der Abteilung für Allgemein-, Viszeral- und minimal invasiven Chirurgie angeboten.

Am Mittwoch, 15. Juli 2020, in der Zeit von 17:00 bis 19:00 Uhr, stehen Ihnen die Experten Prof. Dr. med. Bernd Kronenberger und Dr. med. Christian Berkhoff, für medizinische Fragen zu Beschwerden bei Sodbrennen, Reflux und Zwerchfellbruch, ihren Auslösern und möglichen Therapien zur Verfügung und geben Einblicke in das Leistungsspektrum des Fuldaer Krankenhauses.


Gesundheitsecke-Hotline:

  • Chefarzt der Allgemeinen Innere Medizin, Gastroenterologie, Hepatologie und Diabetologie
    Prof. Dr. med. Bernd Kronenberger
    Tel. (0661) 15 1515.

 

  • Chefarzt der Allgemein-, Viszeral- und Minimal-invasiven Chirurgie
    Dr. med. Christian Berkhoff
    Tel. (0661) 15 1516.

rebellionessen_refluxsodbrennenc


<< zum Newsarchiv