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Kinder- und jugendpsychiatrische Therapie auch digital per Videosprechstunde möglich am Herz-Jesu-Krankenhaus Fulda

Derzeit wird der Alltag aufgrund der Corona-Pandemie von Schutzmaßnahmen wie Abstand halten und der Reduzierung sozialer Kontakte beeinflusst. Diese Maßnahmen beeinflussen natürlich auch die kinder- und jugendpsychiatrische Behandlung, die von zwischenmenschlichem Kontakt und Zuwendung geprägt ist. Um unseren Kindern und Jugendlichen und auch deren Eltern, die durch den Ausfall von Schulunterricht vor einer besonderen Herausforderung stehen, weiterhin bestmöglich zur Seite zu stehen und eine hilfreiche Behandlung unter den aktuellen Umständen bieten zu können, ermöglicht die Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (KJP) am Herz-Jesu-Krankenhaus Fulda seit April digitale Behandlungsmöglichkeiten im Sinne einer telemedizinischen Therapie. So können nun als Ergänzung zu dem bereits vorhandenen breiten Therapiespektrum einer kinder- und jugendpsychiatrischen Behandlung, Gespräche mittels Videosprechstunde geführt werden.

Die telemedizinische Therapie ist ein freiwilliges Zusatzangebot für Patienten, Eltern oder die gesamte Familie und wird sowohl im ambulanten, tagesklinischen und stationären Bereich eingesetzt. Sie kann individuell passend in Absprache mit dem Arzt oder Therapeuten entsprechend der Bedürfnisse des Patienten und seiner Familie durchgeführt werden. So können Einzelgespräche und Therapien mit dem Patienten erfolgen, Elternberatungen und auch Familiengespräche stattfinden.

videosprechstundekjpcSeit April läuft ein Teil der kinder- und jugendpsychiatrischen Therapie am Herz-Jesu-Krankenhaus Fulda per Videosprechstunde. Sinnbildlicher Videochat von Dr. rer.nat.Jan Pauschardt mit einer Kollegin (kleines Foto).
Quelle: Herz-Jesu-Krankenhaus Fulda


Die Nutzung der Videosprechstunde ist ganz einfach. Hierfür ausreichend sind ein Smartphone, Tablet oder Notebook, die mit Kamera, Mikrofon und Lautsprecher ausgerüstet sind sowie eine stabile Internetverbindung. Die im Herz-Jesu-Krankenhaus Fulda verwendete telemedizinische Software ist zertifiziert und erfüllt alle technischen Voraussetzungen sowie die maximalen Sicherheitsanforderungen für medizinische Dienste. Dabei wird die Einhaltung des Datenschutzes während der Echtzeit-Videosprechstunde stets gewährleistet mit sicheren Zugangsmechanismen ohne Aufzeichnung der Gespräche. So wird sichergestellt, dass alles, was mit dem behandelnden Arzt bzw. Therapeuten besprochen wird, auch vertraulich bleibt.

In vielen Fällen kann die telemedizinische Behandlung hilfreich sein, für bestimmte Situationen oder Umstände ist sie jedoch nicht geeignet. Aktuelle Krisensituationen, komplexere Fragestellungen und weitergehende Testungen, Screenings und körperliche Untersuchungen erfordern beispielsweise einen persönlichen Kontakt. Selbstverständlich gewährleistet das Herz-Jesu-Krankenhaus weiterhin durchgängig die Notfallversorgung vor Ort und bietet in dringenden Fällen persönliche Kontakte unter den gebotenen Hygienemaßnahmen an.

„Obwohl der Gebrauch von Videosprechstunden eine vergleichsweise neue Form der Behandlung darstellt, wird die virtuelle Therapie gut von Patienten, Ärzten und Therapeuten angenommen", berichtet der leitende Psychologe der Abteilung, Dr. rer.nat. Jan Pauschardt. Vor allem bei Kindern und Jugendlichen kommt die moderne Kommunikationsweise mit der Behandlung am Bildschirm sehr gut an und es besteht großes Interesse. Mittels Videosprechstunde kann man konkrete Hilfestellungen geben, Entlastung schaffen, Information und Aufklärung betreiben und – gegenüber dem Telefon – eine für die Therapie wichtige größere Nähe herstellen. Die Eltern freuen sich zusätzlich über weniger Organisationsaufwand, geringe Wartezeiten und keine langen Anfahrtswege.

Somit hilft das telemedizinische Konzept am Herz-Jesu-Krankenhaus Fulda eine gute Versorgung in Krisenzeiten aufrecht zu erhalten. Es wird auch nach der Corona-Pandemie Bestandteil des vielfältigen Behandlungsangebotes der Kinder- und Jugendpsychiatrie Fulda bleiben.

Die Anmeldung für eine kinder- und jugendpsychiatrische Behandlung erfolgt regulär über die Institutsambulanz der KJP. Im weiteren Verlauf wird, bei Wunsch, gemeinsam mit dem Patienten, dessen Sorgeberechtigten und dem zuständigen Arzt oder Therapeuten, das Ausmaß der telemedizinischen Anteile an der Behandlung festgelegt. Auf dem Weg zurück zur Kliniknormalität ist das Team der Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie am Herz-Jesu-Krankenhaus Fulda weiterhin persönlich oder digital für alle Betroffenen im Einsatz.

 

Weitere Informationen zur Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie.

 


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