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Gallenblasen- und Gallenwegserkrankungen

Die Gallenflüssigkeit wird in der Leber produziert, dem größten Stoffwechselorgan in unserem Körper. Sie wird über den Hauptgallengang in den Dünndarm geleitet. In ihr sind vor allem Substanzen enthalten, die in der Leber im Rahmen des Hormonabbaus entstehen bzw. Substanzen, die für die Fettverdauung von Bedeutung sind. Die Gallenblase ist seitlich am Hauptgallengang angeschlossen.

Bei der häufigsten Erkrankung der Gallenwege, dem Gallensteinleiden, entstehen durch Ablagerungen in der Gallenblase Steine. Ursächlich ist ein Ungleichgewicht in der Zusammensetzung der Gallenflüssigkeit. Gallensteine können in der Gallenblase dann Entzündungen oder Koliken hervorrufen. Auch können die Steine in den Hauptgallengang gelangen und einen Gallestau („Gelbsucht") oder sogar eine Bauchspeicheldrüsenentzündung hervorrufen.

Bei dem symptomatischen Gallensteinleiden besteht die Indikation zur Entfernung der Gallenblase, als Ort der Steinentstehung. Da die Gallenblase für die Funktion ohne Bedeutung ist und der Gallefluss über den Gallengang weiterhin gewährleistet ist, sind nach Gallenblasenentfernung keine Veränderungen der Lebens- oder Ernährungsgewohnheiten erforderlich. Die Gallenblasenentfernung erfolgt in aller Regel laparoskopisch („Schlüssellochtechnik").



hjkaok_galle_1018cDas Herz-Jesu-Krankenhaus Fulda ist für überdurchschnittlich gute Leistungsqualität bei  der Entfernung der Gallenblase für das Verfahrensjahr 2018 durch die AOK Hessen ausgezeichnet worden.
Hierfür stellt die AOK das abgebildete digitalen Qualitätssiegel zur Verfügung.